Die Fische

Evolution und Artenvielfalt

Die ältesten bekannten kieferlosen Fischartigen (z.B. die Pteraspidomorphi) stammen aus dem frühen Ordovizium vor rund 450-470 Millionen Jahren. Die Knorpelfische tauchen ab Grenze Silur/Devon vor etwa 420 Millionen Jahren auf. Knochenfische gibt es im Meer seit dem Devon, sie begannen ihre Entwicklung aber möglicherweise auch schon im Silur.

Etwas über die Hälfte aller lebenden Wirbeltierarten, nämlich derzeit rund 31.100 Arten gemäß FishBase, gehören zu den "Fischen". Die Zahl anerkannter (so genannter "valider") Arten ändert sich einerseits wegen zahlreicher Neuentdeckungen, z.B. in den Weltmeeren, sowie infolge kontinuierlicher taxonomischer Revisionen einzelner Fischgruppen. 

Wirtschaftliche Bedeutung und Gefährdung

In wirtschaftlicher Hinsicht bedeutend ist die Fischerei von Speisefischen, aber auch der Handel mit Zierfischen. Beide können jedoch die Fischbestände bedrohen. Schadstoffbelastung, Flussverbauungen, Erwärmung, Aussetzen gebietsfremder Arten und Austrocknungen sind weitere Gefahren für die Fische.

Auf die ökologische Gefährdung der Fische speziell in Deutschland soll die regelmäßige Ausrufung je einer Art als Fisch des Jahres aufmerksam machen. 

Ökotoxikologische Bedeutung

Fische sind der Wasserqualität (Sauerstoffkonzentration, pH-Wert, Temperatur, gelöste natürliche und anthropogene Stoffe) über ihre Kiemen sehr direkt ausgesetzt und reagieren rasch und empfindlich auf Verschmutzungen. Sie dienen daher auch als verbreitete Test- und Monitoring-Arten und als wissenschaftliche Modellorganismen in der Ökotoxikologie. 

Fische, wissenschaftlich Pisces (von lat. piscis = Fisch), ist eine verbreitete Bezeichnung für wechselwarme, immer oder fast immer im Wasser lebende Wirbeltiere. Obwohl die „Fische“ in der zoologischen Systematik keine natürliche Einheit darstellen, wird der Begriff aus praktischen Gründen nicht nur umgangssprachlich, sondern auch wissenschaftlich verwendet, zum Beispiel in Wörtern wie „Fischökologie“, „Fischphysiologie“ oder „Fischtoxikologie“. Die Lehre von der Biologie der Fische heißt zusammenfassend „Fischkunde“ oder Ichthyologie (von griech. ἰχθύς (ichthýs) = Fisch). 

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